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Biogas-Strom-Check 2027

Sie verkaufen Strom an der Börse.
Und kaufen ihn zurück wie ein Haushalt.

Der zugekaufte Strom ist nach dem Substrat der zweitgrößte Kostenblock einer Biogasanlage, vor Wartung und Personal. Und er ist der einzige große Block, der an Verträgen, Preisbestandteilen und Messwerten hängt statt an Fläche oder Maschine. Schicken Sie uns den Lastgang 2025 und die letzte Stromrechnung. Sie bekommen eine Auswertung zurück: wo Ihre Anlage beim Strombezug steht und welche Vertragsform zu Ihrer Fahrweise passt.

  • Auswertung sonst 150 €, im Herbst 2026 kostenlos
  • Unser Gründer ist Vorstand zweier Biogas-Genossenschaften
  • Keine Hersteller- oder Lieferantenbindung
  • Betreuung über die Laufzeit, nicht bis zur Unterschrift
Die letzten zwölf Monate

Wir rechnen jede Woche für Biogasanlagen. Nicht nur für unsere eigene.

Strombezug, Einspeiseabrechnung, Anschlussförderung, Speicher, Netzanschluss: Was auf dieser Seite steht, haben wir zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 für Betreiber von 185 kW bis 3 MW tatsächlich gerechnet, geprüft oder verhandelt.

über 40

Biogas- und Biomethanbetreiber, für die wir gerechnet, geprüft oder verhandelt haben.

über 25

Speicherrechnungen an Biogasanlagen. In mindestens sieben Fällen war unser Ergebnis: nicht kaufen.

rund 10

Betreiber, deren Abrechnungen wir geprüft haben: Einspeisung, Netzentgelt, Bezug, Versicherung.

über 100 GWh

an flexiblen Stromtarifen, die wir mit parallelem Monitoring betreuen.

Vertrag ab 1. Januar 2027 noch offen?

Warum die Angebote für 2027 gerade so teuer sind.

Wer jetzt zum Stichtag Bezugsstrom für 2027 einkauft, kauft nahe am oberen Ende dessen, was der Terminmarkt je verlangt hat. Nicht, weil die Lieferanten schlecht rechnen, sondern weil alle auf denselben Markt kalkulieren. Beim Verkauf Ihres Stroms zählt jede Viertelstunde. Beim Einkauf soll ein Jahrespreis reichen?

12,8 ct

kostet Strom für das Lieferjahr 2027 am Terminmarkt (Base, ohne Netzentgelte, Umlagen und Steuern). Stand 30. September 2026.

+36 %

in drei Monaten. Vor drei Monaten lag derselbe Kontrakt bei rund 9,4 ct. Wer nach Plan gekauft hat, hat solche Fenster genutzt.

9 von 10

Handelstagen seit 2021 war Strom für 2027 günstiger zu haben als heute. Der Tiefstand lag bei 4,8 ct.

Quelle: tägliche EEX-Settlements Phelix DE Base Cal-2027, bereitgestellt über Energy-Charts (Fraunhofer ISE), Stand 30.09.2026. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kauftag lag in den Lieferjahren 2022 bis 2026 immer mindestens der Faktor zwei.

Stichtag oder Strategie

Ihren Diesel kaufen Sie nicht am kältesten Tag des Jahres. Ihren Strom schon?

Bei den meisten Anlagen läuft es so: Der Vertrag läuft aus, drei Angebote kommen, alle auf denselben Terminmarkt kalkuliert. Der Unterschied zwischen den dreien ist die Marge. Der Unterschied zum richtigen Zeitpunkt ist der Preis. Unsere Bestandskunden, darunter Biogasbetreiber, beziehen Strom im Winter 2026/27 zu rund 9 ct/kWh Arbeitspreis. Das ist kein Glück, sondern ein früher Kauf nach Plan.

  1. 1

    Strategie einmal festlegen

    Mengen, Zeitpunkte und die Preise, bei denen gekauft wird. Die Vertragsform folgt Ihrer Fahrweise: Festpreis, Tranchen, Spot mit Service-Fee oder eine Mischung. Reservebezug bei BHKW-Stillstand gehört in die Rechnung.

  2. 2

    Markt beobachten

    Täglich, anhand der Terminmarkt-Settlements. Ein Limit statt eines Stichtags. Sie hören von uns, wenn es etwas zu entscheiden gibt, nicht vorher.

  3. 3

    Kaufen, wenn der Trigger erreicht ist

    Bei einem Kreis von mindestens fünf vorgeprüften Lieferanten, bei Bedarf marktweit bei bis zu zehn, mit unterschriftsreifem Vertrag. Auch dann, wenn der alte Vertrag noch läuft.

Tarifvergleiche, Einspargarantien, Spot-Modelle

Dazu bekommen Sie gerade viel Post. Was in den Angeboten selten steht:

  • Spot gibt es nie ohne Service-Fee. Üblich sind 0,4 bis 1,4 ct/kWh, je nach Menge, Prognostizierbarkeit und Bonität.
  • Über das Kleingedruckte kommen bei manchen Anbietern bis zu 1,5 ct/kWh dazu. Ab 2 bis 3 ct Gesamtaufschlag ist der Vorteil von Spot gegenüber dem Terminmarkt oft weg.
  • Einspargarantien geben wir bewusst nicht. Wir zeigen die Rechnung, und Sie entscheiden.
  • Ob ein Angebot zu Ihrer Anlage passt, zeigt erst Ihr Lastgang.
Die Auswertung

Lastgang und Rechnung schicken. Auswertung zurückbekommen.

Die Auswertung kostet sonst 150 €. Für Biogasbetreiber machen wir sie in diesem Herbst kostenlos, als Unterstützung für eine Branche, die es bei den aktuellen Unsicherheiten nicht leicht hat. Wer noch einen Vertrag ab 1. Januar 2027 braucht, schreibt das dazu, dann schauen wir zuerst darauf.

Was Sie zurückbekommen, als PDF

  • Ihren Strombezug eingeordnet: Menge, Lastprofil und Arbeitspreis gegen den Terminmarkt und gegen den Studienkorridor für den Eigenstrombedarf.
  • Welche Vertragsform zu Ihrer Fahrweise passt: Festpreis, Tranchen, Spot mit Service-Fee oder eine Mischung.
  • Die Posten neben dem Preis: Leistungspreis und Jahreshöchstlast, vereinbarte Bezugsleistung, atypische Netznutzung, Stromsteuer-Entlastung.
  • Die Fristen, die für Ihre Anlage als Nächstes anstehen.

Sie haben unsere Mail bekommen? Dann antworten Sie einfach darauf und hängen beides an. Ein Foto der Rechnung reicht. Den Lastgang nicht zur Hand? Mit einer Vollmacht holen wir ihn beim Netzbetreiber. Ihre Angaben nutzen wir für die Auswertung und, wenn Sie das wünschen, für die weitere Beratung. Details: Datenschutzerklärung.

So geht es danach weiter, wenn Sie wollen

  1. 1

    Auswertung, in der Regel binnen weniger Tage

    Ohne Termin, ohne Angebot. Passt Ihr Vertrag, sagen wir Ihnen das genauso.

  2. 2

    Unterlagen: Vollmacht, Jahresrechnung, Direktvermarktungsvertrag

    Den RLM-Lastgang und die Verträge sehen wir uns gemeinsam an. Sie müssen nichts suchen, was wir selbst beschaffen können.

  3. 3

    Strategie, in der Regel binnen zwei Wochen

    Vertragsform zur Fahrweise, Trigger-Preise, dazu Leistungspreis, Stromsteuer und Netzentgelt-Fristen.

  4. 4

    Einkauf beim Trigger. Danach Jahr für Jahr.

    Marktbeobachtung, Fristen zum 31.12., Rechnungsprüfung. Die Strategie ist auf zehn Jahre und länger angelegt, nicht auf die nächste Unterschrift.

Zeitangaben sind Erfahrungswerte, keine Garantie. Was wir zusagen, ist die Fristenüberwachung.

Warum die Rechnung in die Irre führt

Der Preis auf Ihrer Rechnung ist eine Mischkalkulation.

Er mischt Kosten, die mit der Menge verschwinden, mit Kosten, die bleiben. Wer damit rechnet, was eine Maßnahme bringt, kommt systematisch zu gut heraus. Vermeidbar ist nur der arbeitsabhängige Anteil: Leistungspreis, Grundpreis und Messstellenbetrieb bleiben. Dieselbe Maßnahme, einmal mit dem Durchschnittspreis und einmal mit den arbeitsabhängigen Anteilen gerechnet, kann vom Plus ins Minus kippen.

Rückwirkung

Der Leistungspreis läuft auf die Jahreshöchstlast. Eine einzige Viertelstunde kann bereits bezahlte Monate rückwirkend verteuern.

Bezugsleistung

Wer dauerhaft über der vereinbarten Bezugsleistung liegt, riskiert Vertragsanpassung und Baukostenzuschuss. Viele Betreiber kennen ihren Wert nicht. Zum EEG-Ende braucht manche Anlage erstmals echten Netzbezug.

Stromsteuer

Die Entlastung nach § 9b StromStG erscheint auf keiner Rechnung und läuft über das Hauptzollamt, Frist 31.12. des Folgejahres. Wir weisen auf Frist und Voraussetzungen hin, den Antrag stellen Sie oder Ihr Steuerberater.

Eigenstrom

Studien von FNR, FH Ingolstadt und Uni Hohenheim sehen den Eigenstrombedarf bei 4,9 bis 9,3 % der Erzeugung. Liegt Ihre Anlage darüber, lohnt der Blick auf Rührwerke und BHKW-Nebenaggregate, gemessen statt geschätzt.

Ab 2029 ändert sich die Rechnung noch einmal

Nach dem Festlegungsentwurf AgNes der Bundesnetzagentur endet die atypische Netznutzung unterhalb von 10 GWh zum 31.12.2028, und Erzeugungsanlagen über 30 kW zahlen ein Einspeiseentgelt, Bestandsanlagen 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Eine Biogasanlage mit 500 kW Einspeisekapazität und Inbetriebnahme 2008 zahlt damit ab 2029 rund 2.500 € im Jahr. Wir haben zu dem Verfahren am 08.08.2026 aus der Beratungspraxis Stellung genommen.

Was wir für Biogasanlagen tun

Einkauf, Anlage, Erlöse. Alles, was am Strom hängt.

Beschaffung ist nur ein Hebel. Wir bewerten Einkauf und Anlage gemeinsam und in dieser Reihenfolge: erst die Posten ohne Investition, dann die Verträge, dann die Anlage.

Strombezug und Vertrag

  • Vertragsform zur Fahrweise: Festpreis, Tranchen, Spot oder Mischung
  • Einkauf über vorgeprüfte Lieferanten, bei Bedarf marktweite Ausschreibung
  • Trigger-Preise statt Stichtag, Tranchen in physischen Lieferverträgen
  • Marktbeobachtung, Fristen und Rechnungsprüfung, Jahr für Jahr

Netzentgelte und Rechnung

  • Jahreshöchstlast und Leistungspreis, Netzebene, Lieferstellen zusammenlegen
  • Atypische Netznutzung bis zur Anzeige bei der Bundesnetzagentur
  • Aufschlag für besondere Netznutzung über 1 GWh je Abnahmestelle
  • Vereinbarte Bezugsleistung und Baukostenzuschuss

Erlösseite und Abrechnung

  • Einspeiseabrechnung: Vergütungskategorie, Flexprämie, KWK-Bonus, Höchstbemessungsleistung
  • Direktvermarkter-Check gegen den Day-Ahead
  • Qualitätskriterium der Flexprämie
  • Redispatch: Mehrbezug durch Abregelung beziffern

Weiterbetrieb und Anschlussförderung

  • Konzept 12 oder 20 Jahre, viertelstundenscharf auf echten Börsenpreisen
  • Gebotsstrategie, Zuschlagsrecherche, Gebotsmenge vor der BHKW-Bestellung
  • Satellit: EEG oder Kapazitätsmarkt
  • Zweitmeinung zu Herstellerrechnungen, Bankunterlagen

Speicher und Energiemanagement

  • Speicher-Check mit ehrlichem Ergebnis, auch „nicht kaufen“
  • Grünstromspeicher im Förderfenster, wo die Anlage überbaut ist
  • Bestandsspeicher richtig regeln
  • Energiemanagement flexibilitee: BAFA-gelistet, bis 45 % Zuschuss (EEW Modul 3)

Netzanschluss, Messung, Genehmigung

  • Netzanmeldung mit Übersichtsschaltplan nach VDE-AR-N 4105/4110
  • Absage des Netzbetreibers prüfen, flexible Netzanschlussvereinbarung
  • Eigenstrom je Verbraucher messen
  • Schwellen bei Erweiterung: Gasmenge, Feuerungswärmeleistung, 2 MW

Für Biogas, Biomethan, Klär- und Deponiegas, Holz und Pflanzenöl. Deutschlandweit.

Die Erlösseite

Was Ihre Anlage verdient, rechnet selten jemand nach.

Einspeiseabrechnung, Flexprämie, Direktvermarktung: Hier geht es um die größeren Beträge. Falsche Vergütungskategorie, falscher Korrekturfaktor bei der Flexprämie, eine Höchstbemessungsleistung, die nach dem Wechsel der Marktlokation falsch hinterlegt ist. In den letzten zwölf Monaten endete eine solche Prüfung mehrfach mit einer fünfstelligen Nachzahlung.

Fünf Fragen an Ihren Direktvermarkter

  1. Auf welchen Märkten wird meine Anlage vermarktet, nur Day-Ahead oder auch Intraday und Regelenergie?
  2. Wird der Mehrerlös vor oder nach Ihren Kosten geteilt?
  3. Kann ich die Abrechnung je Viertelstunde nachvollziehen?
  4. Wie viele Starts pro Tag plant der Fahrplan, und passt das zu meinem Gasspeicher?
  5. Was hätte meine Anlage am Day-Ahead bei voller Verfügbarkeit erlöst?

Der Day-Ahead ist die Baseline. Alles darüber hängt am Optimierer und am Teilungsverhältnis. Wir rechnen Ihren Fahrplan dagegen nach.

Abrechnung prüfen

Einspeise-, Netzentgelt- und Bezugsabrechnung, auch die Abrechnung der Betriebsunterbrechung nach einem BHKW-Schaden. Festpreis 1.500 € für die Einspeiseabrechnung.

Qualitätskriterium Flexprämie

Für Zusatzleistung, die ab 2021 gemeldet wurde, gilt: mindestens 4.000 Viertelstunden im Jahr mit mindestens 85 % der installierten Leistung. Sonst kann die Prämie für das ganze Jahr entfallen.

Fahrplan gegen Gasspeicher

Fahrpläne, die den Speicher bis zum Rand nutzen, laufen bei einem verzögerten Start in den Überlauf. Wir rekonstruieren solche Vorfälle aus den Anlagendaten.

Redispatch

Wird PV oder BHKW abgeregelt und die Anlage muss dafür Strom zukaufen, ist das ein Schaden. Wir beziffern ihn aus dem Bezugslastgang.

Weiterbetrieb und Anschlussförderung

Das Fenster für die Anschlussförderung wird ab 2027 eng.

Das Ausschreibungsvolumen für Biomasse sinkt von Jahr zu Jahr deutlich. Gleichzeitig endet laut Marktstammdatenregister bei rund 290 Biogas-Betreibergesellschaften ohne Zuschlag die EEG-Vergütung rechnerisch Ende 2027. Wer weiterbetreiben will, braucht das Konzept vor dem Gebot, nicht danach.

1.126 MW

Ausschreibungsvolumen Biomasse 2026 nach § 28c EEG.

326 MW

Ausschreibungsvolumen 2027. Gebotstermine 1. April und 1. Oktober.

76 MW

Ausschreibungsvolumen 2028.

Konzept vor dem Gebot

12 oder 20 Jahre, Flexzuschlag, Budget der Betriebsviertelstunden, viertelstundenscharf auf echten Börsenpreisen gerechnet. Ergebnis: die Investition, die Ihre Anlage bei Ihrem Substratpreis tragen kann. Über zehn solcher Konzepte in den letzten zwölf Monaten.

Zweitmeinung zur Herstellerrechnung

Doppelt gezählte Erlöse, fehlender Kapitaldienst, überzeichneter Spread: Herstellerrechnungen sehen oft besser aus als die Anlage. Die Zahlen, die in eine Fehlinvestition führen, sehen genauso plausibel aus wie die richtigen.

Vor der BHKW-Bestellung

Installierte Leistung über der bezuschlagten Gebotsmenge kann die Förderung kürzen. Dazu Genehmigungsschwellen bei Gasmenge und Feuerungswärmeleistung, Netzanschluss, Zertifizierung. Am besten in einem Vorgang.

Register-Auswertung Stand 19.09.2026, abgeleitet aus Inbetriebnahme und Zuschlagsdaten, kein Bescheid. In ihrer Gegenäußerung vom 30.09.2026 hat die Bundesregierung die Änderungswünsche des Bundesrats zum EEG 2027 abgelehnt, darunter 15 Jahre Förderdauer. Wir rechnen mit dem Regierungsentwurf.

Speicher und PV

Ihr Speicher steht oft schon auf dem Hof.

Gasspeicher, Wärmepuffer und abschaltbare BHKW sind Flexibilität, die schon bezahlt ist. Unterhalb der Höchstbemessungsleistung trägt eine Batterie an der Biogasanlage deshalb oft nicht. Wir rechnen das vorher, nicht nachher, und sagen es Ihnen auch, wenn das Ergebnis „nicht kaufen“ heißt.

Kleiner ist oft besser

Angeboten waren 250 kW. Am Lastgang gerechnet, hatte der halb so große Speicher mehr als den doppelten Kapitalwert.

Erst regeln, dann erweitern

Eine Speichererweiterung hätte rund 1.500 € im Jahr gebracht. Den vorhandenen Speicher richtig zu regeln brachte rund 14.000 €.

Grünstromspeicher

Lohnt sich vor allem, wo die Anlage über die Höchstbemessungsleistung hinaus überbaut ist. Gerechnet, von der Bank getragen und beauftragt, mit offenem Rechtsvorbehalt der Clearingstelle, den wir offen benennen.

Anlagen mit großer PV

Beim Festpreis muss das Lastprofil die PV abbilden, sonst kann der Lieferant den Vertrag stornieren. Mit Speicher passt meist Spot oder eine Mischung mit Service-Fee: Speicher und Vertragsform entscheiden wir zusammen.

Aus unserer Beratungspraxis

Sechs Fälle aus den letzten zwölf Monaten. Anonym, aber nachgerechnet.

Der größte Beitrag einer Begleitung ist oft nicht der gefundene Hebel, sondern der verworfene. Ihre Anlage ist damals richtig aufgesetzt worden. Sie ist seitdem falsch geworden, ohne dass sich an ihr etwas geändert hat.

Strombezug

Beliefert trotz fehlender Bonitätshistorie

Neue Betreibergesellschaft nach einer Übernahme: Der große Versorger lehnte ab. Mit Vorauszahlung und Patronatserklärung war die Anlage binnen rund drei Wochen beliefert.

Satellit

5 Mio € auf dem Papier

Die Herstellerrechnung zeigte rund 5 Mio € Kapitalwert. Erlöse doppelt gezählt, kein Kapitaldienst. Nachgerechnet trägt das Projekt erst ab gut 18 ct Zuschlag.

Weiterbetrieb

Vor der Bestellung angehalten

Ein Paket aus BHKW und Wärmespeicher für rund 1,6 Mio €. Allein der Verzicht auf den Wärmespeicher verbessert den Kapitalwert um rund 0,3 Mio €.

Abrechnung

Falscher Korrekturfaktor

Flexprämie mit dem Faktor für Biomethan statt für Biogas gerechnet, KWK-Anteil nicht an die Wärme angepasst. Nach der Prüfung hat der Netzbetreiber eine fünfstellige Summe nachgezahlt.

Netzanschluss

Hofanschluss statt 110 Wochen

Für einen 2,5-MW-Satelliten nannte der Netzbetreiber 110 Wochen bis zum Anschluss. Stattdessen: flexible Netzanschlussvereinbarung am bestehenden Hofanschluss. Die Sperrzeit im Sommer kostet unter 1 % Erlös.

Zuschlag

Zuschlag gefunden, den das Register nicht zeigt

Das Marktstammdatenregister meldete keinen Zuschlag. Die Zuschlagsliste der Bundesnetzagentur schon. Damit galt für das Weiterbetriebskonzept ein anderes Förderregime.

Anonymisierte Fälle aus Projekten zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026. Ein Betrieb ist kein Durchschnitt: Das Ergebnis hängt an Anlage, Vertrag und Standort.

Oliver Fritz Energielösungen

Was wir empfehlen, haben wir selbst durchgerechnet.

Oliver Fritz Energielösungen berät zu Einkauf, Netzentgelten, Erlösen und Flexibilität. flexibilitee ist unser Energiemanagement, batteree unsere Speicher-Analyse. Unser Gründer ist Vorstand zweier Biogas-Genossenschaften und fährt seit 2014 flexibel am Strommarkt. Unabhängig. Datenbasiert. Praxiserprobt.

„Ich schreibe Ihnen nicht als Berater, sondern als Betreiber mit derselben Rechnung. Was ich vorschlage, habe ich für die eigene Anlage gerechnet, bevor ich es für andere gerechnet habe.“

Oliver Fritz, Gründer

An der Genossenschaftsanlage ist die bestehende Steuerung ohne Umbau durch den Hersteller an unser Energiemanagement angebunden: Messwerte, Störmeldungen aufs Handy, der Börsenpreis als Steuersignal und ein Rückfall auf den Normalbetrieb, wenn die Verbindung abreißt. Messstellen an Rührwerken, Pumpen und BHKW-Nebenaggregaten zeigen, wer wann Strom zieht. Eine Batterie haben wir dort nicht gebaut, weil der Gasspeicher dieselbe Aufgabe günstiger erledigt.

  1. 2011Eigene Biogasanlage
  2. 2014Betriebsleitung einer genossenschaftlichen Biogasanlage, Flexibilisierung und Direktvermarktung
  3. 2018Vertrieb Erzeugungsflexibilität im Strom- und Gashandel, erste Beratungsmandate für andere Biogasbetreiber
  4. 2020Gründung Oliver Fritz Energielösungen
  5. 2025Vortrag „Kostendruck auf Biogasanlagen“, Biogas Convention Nürnberg
  6. 2026Stellungnahme zum Festlegungsverfahren AgNes der Bundesnetzagentur
Häufige Fragen

Was Betreiber uns als Erstes fragen.

Ist der Strombezug nicht Kleinkram neben dem Erlös?

Nach dem Substrat ist er der zweitgrößte Kostenblock einer Biogasanlage, vor Wartung und Personal. Und er ist der einzige, der an Verträgen hängt statt an Fläche oder Maschine. Genau deshalb lässt er sich bewegen.

Mein Lieferant hat mir von sich aus einen besseren Preis angeboten.

Dann sind Sie gut aufgestellt, und die Auswertung ist vermutlich nichts für Sie. Prüfen lohnt sich nur noch, ob die Vertragsform zu Ihrer Fahrweise passt.

Ist Spot nicht zu riskant?

Wir reden Spot nicht schön. Deshalb rechnen wir mehrere Preisszenarien und legen in der Strategie fest, ab welchem Preis fixiert wird. Eine Teilabsicherung, zum Beispiel für das erste Quartal, ist oft die Brücke. Spot rechnen wir immer mit Service-Fee.

Atypische Netznutzung mache ich mit dem BHKW.

Mit einem gut instand gehaltenen BHKW ist das machbar. Verlässlich planbar wird es erst mit Speicher. Das Ausfallrisiko im Hochlastzeitfenster gehört in jede Rechnung.

Mein Direktvermarkter verspricht Mehrerlöse.

Der Day-Ahead ist die Baseline. Alles darüber hängt am Optimierer und am Teilungsverhältnis. Die fünf Fragen weiter oben helfen beim Gespräch, und wir rechnen den Fahrplan gern dagegen nach.

Stellen Sie mir den Stromsteuer-Antrag?

Nein. Wir weisen auf Frist und Voraussetzungen der Entlastung nach § 9b StromStG hin und bereiten die Zahlen vor. Den Antrag stellen Sie oder Ihr Steuerberater.

Hilft mir der Industriestrompreis?

Nein. Biogasanlagen fallen nach ihrem Wirtschaftszweig nicht darunter. Die Hebel liegen bei Netzentgelten, Direktvermarktung, Flexibilisierung und Anschlussförderung. Zur Analyse

Mein Vertrag läuft noch bis Ende 2027.

Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Gekauft wird, wenn der Markt es hergibt, auch wenn der alte Vertrag noch läuft. Bis dahin bleiben Netzentgelte, Fristen und Rechnung.

Geben Sie eine Einspargarantie?

Nein, bewusst nicht. Wir zeigen die Rechnung, benennen Risiken und raten ab, wenn eine Maßnahme nicht trägt. Zugesagt wird die Fristenüberwachung.

Was kostet das?

Die Auswertung ist in diesem Herbst kostenlos, sonst 150 €. Alles Weitere bekommen Sie als Festpreis-Angebot, bevor Sie etwas beauftragen.

Termine, die jede Biogasanlage kennen sollte

  • 31.03.Meldung für den ermäßigten Aufschlag für besondere Netznutzung (über 1 GWh je Abnahmestelle)
  • 01.04. / 01.10.Gebotstermine der Biomasse-Ausschreibung, bis 2028
  • 30.09.Anzeige der atypischen Netznutzung bei der Bundesnetzagentur
  • 31.10.Netzbetreiber veröffentlichen die Hochlastzeitfenster für das Folgejahr
  • 31.12.Frist für die Stromsteuer-Entlastung nach § 9b für das Vorjahr
  • 18.05.2027Geplante erste Auktion im Kapazitätsmarkt
  • 31.12.2028Ende der atypischen Netznutzung unter 10 GWh (Festlegungsentwurf AgNes)

Die Fristen Ihrer Anlage überwachen wir für Sie, sobald wir zusammenarbeiten.

Nächster Schritt

Wo steht Ihre Anlage? Finden wir es heraus.

Lastgang 2025 und letzte Stromrechnung per Mail, oder fünf Minuten am Telefon mit der Rechnung daneben. Sie bekommen die Auswertung ohne Termin und ohne Angebot.

Per Mail

  • Lastgang 2025 und letzte Stromrechnung als Anhang, ein Foto reicht
  • Bemessungsleistung, Jahresstrombezug, Arbeitspreis 2027, falls zur Hand
  • Ob Sie noch einen Vertrag ab 1. Januar 2027 brauchen

Der Knopf öffnet eine vorbereitete Mail an [email protected]. Details zur Verarbeitung: Datenschutzerklärung.

Oder fünf Minuten am Telefon

Mit der letzten Jahresrechnung neben dem Telefon sagen wir Ihnen, ob Ihr Vertrag für 2027 passt oder ob sich Handeln lohnt. Länger dauert es nur, wenn Sie es wollen.

Oliver Fritz Energielösungen · Ihr Ansprechpartner: Oliver Fritz, Gründer · [email protected]

Nichts für Sie, wenn Ihr Lieferant Ihnen zuletzt von sich aus einen besseren Preis angeboten hat.